Service

Wir freuen uns auf Sie!

LESS App zur Unterstützung bei der Nachsorge

Warum eine App?

Bei Ihnen wurde im Kindes- oder Jugendalter eine Krebserkrankung diagnostiziert. Die Behandlung erfolgte entweder durch Chemotherapie oder auch zusätzlich durch Strahlentherapie. Krebserkrankungen bei Kindern sind allgemein sehr selten und können dank eines enormen medizinischen Fortschritts heute in den meisten Fällen geheilt werden. Diese Erfolge machen es möglich, dass die Gruppe der Langzeitüberlebenden stetig wächst. Daher wissen wir, dass als Folge der Therapie auch möglicherweise Spätfolgen auftreten können. In den letzten Jahren haben wir ein umfassendes Register dazu aufgebaut, sodass wir wissen, welche Spätfolgen bei welchen Krebserkrankungen vermehrt auftreten und welche weniger auftreten. Um Ihre Lebensqualität langfristig zu sichern, ist es in Ihrem eigenen Interesse sehr wichtig, dass gewisse Untersuchungen auch dann noch durchgeführt werden, wenn Sie nicht mehr in der direkten Nachsorge in der Kinderklinik sind.

Damit Sie wissen, welche Untersuchungen bei Ihrer überstandenen Krebserkrankung angeraten sind, haben wir diese App entwickelt. Sie zeigt Ihnen übersichtlich an, welche Spätfolgen möglicherweise auftreten können und welche Untersuchungen notwendig sind, um diese rechtzeitig zu behandeln und Ihnen zu helfen. Sie haben auch die Möglichkeit über den Punkt „Eingesetzte Medikamente in der Chemotherapie“ zu einer Liste von Medikamenten zu gelangen, aus der Sie erkennen können, welche Spätfolgen möglicherweise durch die verabreichten Medikamente verursacht werden. Sollten Sie bei einigen Begriffen nicht wissen, was sich genau dahinter verbirgt, dann sprechen Sie einfach Ihren Arzt an.

Das Team hinter der LESS-App

Wir möchten uns kurz vorstellen, damit Sie sich einen Eindruck von unserer Arbeit machen können. Unsere Arbeitsgruppe befasst sich mit möglichen Spätfolgen nach Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter, aber auch bei jungen Erwachsenen. Nachdem sich Krebserkrankungen bei Kindern mit immer besserem Erfolg behandeln ließen, versuchte im Jahre 1989 Prof. Dr. med. Jörn-Dirk Beck als Leiter der Kinderonkologie am Uniklinikum Erlangen den Fokus seiner Kollegen auf therapiebedingte Spätfolgen zu richten. Ergebnis war die Gründung einer entsprechenden Arbeitsgruppe in der kinderonkologischen Fachgesellschaft. Im Jahre 1995 legte diese Arbeitsgruppe ihre ersten Empfehlungen vor. Seither hat sich die LESS-Arbeitsgruppe (Late Effects Surveillance System) an der Universitätsklinik Erlangen um die zentrale Erfassung von therapiebedingten Spätfolgen und entsprechenden Empfehlungen für Hausärzte*innen gekümmert. Nach dem Prof. Beck in den Ruhestand trat, ging die Leitung der LESS-Gruppe an Prof. Dr. med. Thorsten Langer über, der nach seinem Wechsel von Erlangen seit September 2013 die Arbeitsgruppe vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein am Campus Lübeck aus leitet.

Mit verschiedenen Projekten wollen wir die ehemaligen Patienten für das Thema „Spätfolgen und Nachsorge“ sensibilisieren. Auch unter den Ärzten*innen wollen wir verstärkt auf die Thematik hinweisen.

Sprechen Sie Ihre Hausärzte*innen gerne auf die App an. Zeigen Sie welche Untersuchungen nach Ihrer Erkrankung empfohlen sind. Nicht jede/r Hausärztin/Hausarzt kann alles über das Thema der Krebserkrankungen bei Kindern und deren Nachsorge wissen. Deshalb ist es schön wenn Sie Ihre/n Ärztin/Arzt darauf aufmerksam machen und so einen Beitrag dazu leisten unser Anliegen weiter zu verbreiten. Gleichzeitig tun Sie Ihrer Gesundheit etwas sehr Gutes. Helfen Sie mit! Denn Nachsorge ist Vorsorge.

Die Nachsorge-App „LESS“ wird ab März 2023 in Ihrem Android-App-Store verfügbar sein! Eine Verfügbarkeit in Ihrem Apple-Store ist derzeit in Bearbeitung und wir informieren Sie hier, sobald sie auch dort zum Download zur Verfügung steht.

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Madeleine Schickedanz-
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