Patienteninfos

Sport und Ernährung nach Krebs

Körperliche Aktivität nach einer Krebserkrankung

Die meisten Menschen wissen, dass körperliche Aktivität gut für die Gesundheit ist, aber für Krebsüberlebende ist Sport und körperliche Aktivität noch bedeutsamer. Viele Gesundheitsprobleme sind Spätfolgen der Krebserkrankung oder Folgen der Therapie, welche zum Teil durch regelmäßige körperliche Aktivität reguliert werden können.

Vorteile/Nutzen von körperlicher Aktivität:

Verbessert physische Fitness, Kraft, Beweglichkeit, und Gleichgewicht

Vermindert das Risiko chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder weiterer Krebserkrankungen

Reduziert das Risiko für Übergewicht und Adipositas und hilft Menschen ein gesundes Gewicht zu halten

Unterstützt die Knochengesundheit

Verbessert die mentale Gesundheit und reduziert das Risiko von Depressionen und Angststörungen

Verbessert kognitive Funktionen

Steigert das Selbstbewusstsein

Bietet Möglichkeiten für sozialen Austausch/Interaktionen

Some activity is better than no activity!

Körperliche Aktivität ist wichtig für Menschen jeden Alters, Könnens und Fitnesslevels. Der Nutzen bzw. die Vorteile steigen mit dem Umfang der körperlichen Aktivität. Etwas Aktivität ist besser als keine Aktivität und es gibt viele Wege körperlich aktiv zu sein. Nachfolgend werden einige Empfehlungen für körperliche Aktivität für verschiedene Altersgruppen vorgestellt.

Kinder und Teenager

Alle Kinder und Jugendlichen brauchen jeden Tag mindestens 60 Minuten körperliche Aktivität. Diese sollte mindestens von moderater Intensität sein. An drei Tagen der Woche sollte die körperliche Aktivität von sehr anstrengender Intensität sein und Kräftigungsübungen für die großen Muskelgruppen beinhalten. Diese Empfehlungen können durch Alltagsaktivität, strukturiertes Übungen, aktives Spielen oder Sport umgesetzt werden. Die Übungen sollten Spaß machen und angemessen sein.

Erwachsene

Alle Erwachsenen sollten Inaktivität vermeiden. Auch hier gilt: etwas Bewegung ist besser als gar keine Bewegung! Um Krankheitsrisiken zu mindern und gesund zu bleiben, sollten Erwachsene danach streben mindestens 150 Minuten in der Woche moderat oder 75 Minuten pro Woche mit intensiver Intensität aktiv zu sein. Körperliche Aktivität kann dabei auch auf tägliche 10-minütige Einheiten aufgeteilt werden, aber ein größerer Nutzen wird mit zusätzlicher Aktivität erzielt.

An mindestens zwei Tagen in der Woche sollten Erwachsene Muskelkrafttraining für die großen Muskelgruppen durchführen. Dieses Training kann sowohl aus Übungen mit dem eigenen Körpergewicht als auch mit Gewichten bestehen. Gleichgewichtsübungen trainieren die nicht nur Tiefenmuskulatur, sie sind zudem besonders wichtig für Menschen, die sturzgefährdet sind.

Wenn die Gartenarbeit ansteht, der Arbeitsweg mit dem Rad zurückgelegt oder der Fahrstuhl mit der Treppe ausgetauscht wird – so kann man leicht die Alltagsbewegung erhöhen.

Aktiv sein: Tipps für Überlebende

Sprich mit deinem Arzt, wenn du mit einem Trainingsprogramm startest, wobei körperliche Aktivität für die meisten Menschen kein Problem darstellt.

Starte langsam und gib deinem Körper die Zeit, sich an die körperliche Aktivität zu gewöhnen. Setze dir ein machbares Ziel und steigere den Umfang oder die Intensität der körperlichen Aktivität wenn du fitter geworden bist.

Finde eine Aktivität, die dir Spaß macht! Es ist einfacher einer Aktivität nachzugehen, die du genießt. Dabei gibt es viele Arten von Aktivitäten wie Tanzen, Arbeit im Garten, mit dem Hund gehen oder eine Sportart ausüben. Wenn du eine regelmäßig aktiv sein möchtest, mach es angenehm und umsetzbar. Schau was dir am besten hilft, höre dabei Musik, schaue Fernsehen oder trainiere mit einem Trainingspartner.

Setze dir Ziele und verfolge deinen Fortschritt. Mache ein Trainingsplan oder setze dir ein umsetzbares Ziel im Kopf. Es gibt tolle Möglichkeiten wie ein Aktivitätstagebuch, Apps oder Sportuhren, um seinen Trainingsfortschritt zu verfolgen. Die Ziele und Intensitäten kannst du dann deinem Bedarf anpassen und verändern.

Hole dir Hilfe von einem Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler oder Personal Trainer. Spezialisten können dir dabei helfe, deine Ziele zu erreichen. Zusätzlich überprüfen sie, ob du Übungen richtig ausführst und können deinen Trainingsplan an deine Bedürfnisse anpassen.

In Kürze finden Sie hier auch Informationen zum Thema Ernährung nach Krebs!

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